Der Bernhardiner

Der Bernhardiner Der Bernhardiner ist eine Hunderasse mit Ursprung in der Schweiz bzw. in Italien. Diese bis zu 90 Kilo schweren, kräftigen Hunde werden auch St. Bernhardshunde genannt. Die Rüden haben eine Widerristhöhe von bis zu 91 cm, die Weibchen sind mit bis zu 72 cm Widerristhöhe deutlich kleiner.

Der Bernhardiner wurde als Lawinenhund bekannt, da die Augustinermönche aus dem Hospiz am Alpenpass Großer Sankt Bernhard ihn als Begleiter bei schlechtem Wetter und später zur Suche nach Verschütteten einsetzten. Von diesem Alpenpass hat die Rasse auch ihren Namen erhalten. Besonders bekannt war der Bernhardiner Barry, der Anfang des 19. Jhd. über 40 Menschen gerettet haben soll und heute präpariert im Naturhistorischen Museum der Burgergemeinde Bern steht.

Durch die Zuchtentwicklung hat der Bernhardiner im Laufe des 20. Jhd. an Größe und Gewicht zugenommen und ist deshalb heute nicht mehr für die Rettung von Lawinenopfern geeignet. Er hat dichtes, stockhaariges Fell, das eng anliegt. Besondere Züchtungen mit langem Fell existieren ebenfalls. Die Behaarung ist überwiegend weiß, im Rücken- und Kopfbereich hat der Bernhardiner dunkles, rotbraunes Fell.


Der Charakter dieses Hundes ist durch Sensibilität geprägt. Zudem ist der Bernhardiner ein sehr zuverlässiges und sanftmütiges Tier, das trotz seiner Ausgeglichenheit einen guten Beschützerinstinkt besitzt, der besonders ausgeprägt zu erkennen ist, wenn eine Familie Nachwuchs bekommt. Dieser Hund benötigt durch seine Anhänglichkeit besonders viel Kontakt und sollte von Anfang richtig erzogen werden, um seine Kraft unter Kontrolle zu halten. Trotzdem der Bernhardiner als sehr kinderfreundlich gilt, sollten Kinder an seiner Erziehung nicht beteiligt sein, da hier Konsequenz gefordert ist. Optimal ist ein Garten, in dem sich der Hund ohne Leine ausgiebig austoben kann.

Häufig auftretende Krankheiten bei dieser Rasse sind Hüftgelenksdysplasie, Knochenkrebs und Magendrehungen. Trotzdem gilt das Tier als vergleichsweise robust.

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