Urlaub mit Hund auf einer Insel

Inselurlaub mit Hund
Inselurlaub mit dem Hund
Wir planen schon seit einigen Tagen, einen Urlaub auf der Nordseeinsel Norderney. Doch einen Inselurlaub mit dem Hund?

Sollen wir unseren Vierbeiner mitnehmen. Die lange Fahrt im Auto, wie verhält sich mein Hund auf dem Meer? Wäre es besser, unseren Hund in liebevolle Hände zu geben? Nein. Es steht fest, ohne meinen Hund bleibe ich auch zu Hause.
Nicht nur im Ausland gibt es gute Reiseziele, auch in Deutschland kann der Urlaub wunderbar sein. Zuerst suchen wir im Internet eine Bleibe für uns, und unseren treuen Begleiter.
Das scheint kein Problem, unser Hund (übrigens eine Sie und schon 15 Jahre alt) ist fast überall willkommen und so buchen wir eine Ferienwohnung mit ca. 75 m², in der Nähe des Meeres.
Schon den nächsten Morgen reisen wir ab, auch für unseren kleinen Hund heißt es frühzeitig aufstehen, denn die Fahrt beträgt ungefähr 350 km.
Wir brauchen uns keine Gedanken zu machen, dass unser Vierbeiner die Autofahrt nicht verträgt, denn sie liebt das Fahren.

Besitzen Sie einen Hund, der ein wenig ängstlich beim Auto fahren ist, rate ich zu mehreren kleinen Pausen. So kann sich Ihr Hund erholen und der Weiterfahrt steht nichts im Wege.

Inselurlaub mit Hund

Nach ca. 5 Stunden und natürlich mehreren Pausen, kommen wir in den Stadtteil Norddeich an. Begrenzt wird Norddeich vom Wattenmeer im Norden.
Die Aufregung auf einen erholsamen Urlaub und landschaftliche Erkundungen, gehen auf unseren Hund über. Sie tänzelt aufgeregt vor unseren Füssen. Noch nie ist unser Hund mit eine Fähre über das Wasser gefahren, und wir sind gespannt wie sie sich verhalten wird. Die Fähre setzt ab und ich steige mit Gipsy aus dem Wagen, nehme sie auf meinen Armen und gehe zum Rand der Fähre. Vor mir liegt das wunderbare Meer. Möwen fliegen, auf der Suche nach Futter, nur ein paar Zentimeter über uns. Ein leichter Wind weht über das Wasser und aus weiter Ferne sehe ich einige Schiffe. Ein traumhaftes Bild, wie aus einem Märchen entsprungen und ich warte vergebens auf die Wassernixe. Doch stattdessen schwimmt etwas Schwarzes auf einer Sandbank zu. Seehunde! Gipsy hebt ihre Ohren aufgeregt in die Höhe. Fünf Seehunde, die fast zum Greifen nahe sind.

Unser Hund kläfft den Seehunden zu und ich kann sie kaum halten. Sie möchte Bekanntschaft mit ihnen machen.
So beginnt das erste Abenteuer auf unsere Reise.
Die Fahrt dauert etwa 1 Stunde, die Fähre legt an und wir können mit unseren Wagen das Schiff verlassen. Kurze Zeit später befinden wir uns schon in der Ferienwohnung. Ein wunderbares Dominizil. Genug Platz für unseren Hund, denn sie mag keine engen Räume.
Nach einer Erholungspause erkunden wir die Nordseeinsel. Unser Hund liebt das Abenteuer und jeder Spaziergang in fremder Umgebung, ist für sie eine neue Herausforderung. Auch für uns wird der Inselurlaub mit dem Hund eine neue Erfahrung sein.
Nur ein paar Meter von unserer Wohnung entfernt liegt das Meer. Die Sonnenstrahlen scheinen auf das blaugraue Wasser und uns bietet sich ein wunderschöner Anblick. Es ist Ebbe und wir laufen entlang der Küste. Grüne Wiesen liegen gegenüber dem Meer. Ein wahres Paradies für unseren Hund.


Wie ein junger Hund

Gipsy beschnuppert die Steine im Watt und läuft weiter hinein. Muscheln scheinen für sie ein einziges Abenteuer zu sein, denn sie springt von einer Muschel zu anderen und schupst sie hin und her. Nach einem ausgiebigen Spaziergang gehen wir zurück. Die Luft hier ist wunderbar klar und sauber. Unser Hund hat genug von den Muscheln und rennt nun über die grünen
saftigen Wiesen. Wir stehen auf eine kleine Anhöhe und unter uns liegt ein Naturschutzgebiet. Vorsichtig gehen wir die Anhöhe hinunter, natürlich nicht Gipsy. Sie rennt mit Vorfreude zu der Abgrenzung des Naturschutzgebietes. Ein aufgeregtes Schwanzwedeln zeigt uns, dass sie die Hasen schon längst entdeckt hat. Kläffend läuft sie hin und her und versucht zu den
Hasen zu gelangen. Wie ein junger Hund führt sie sich auf, und ihr ist das Alter ist nicht anzumerken.
Das Naturschutzgebiet ist wunderbar angelegt. Kleine Seen, grüne Flächen, Bäume und Sträucher, geben den Tieren Schutz vor Störenfriede.
Ein Hund kreuzt den Weg, freudig begrüßen sich die Vierbeiner, um dann in den Wiesen zu tollen.

Angekommen in unserer Wohnung, muss Gipsy noch einmal jeden Zentimeter erkunden. Dann schläft sie fest ein.
Der Abendsparziergang am Meer ist faszinierend. Die letzten Sonnenstrahlen spiegeln sich im Wasser wieder und ein mystisches Bild entsteht. Ich fühle mich wie in einer anderen Welt. Unser Hund beobachtet in der Dunkelheit, das Meer
genau. Die Flut ist zurückgekommen und Gipsy scheint das Wasser nicht geheuer. Sie kläfft es an, denn nun sind ihre geliebten Muscheln nicht mehr zu sehen. Nach geraumer Zeit bekommen wir Hunger. Der Ort ist nicht weit und so machen wir uns auf den Weg. Wir gehen durch schmale Gassen, schauen uns Schaufenster an und bleiben vor einem gemütlich aussehenden
Restaurant stehen. Ich erwarte das Schild „ Hunde müssen draußen bleiben“, doch nichts dergleichen war an der Tür zu sehen. Freundlich werden wir mit unserem Hund empfangen.
Die Nacht war für uns alle erholsam, und ausgeruht schaue ich auf Gipsy. Sie schläft noch fest.